Diskurse

Diskursive Prozesse

Diskursive Prozesse

 

Nur bei sehr überschaubaren Problemen wird es gelingen, mit einem einzigen Diskurs nicht nur Problemsichten hinreichend zu explorieren, sondern zugleich auch neue Handlungsoptionen zu erdenken und in Entschlüsse umzusetzen. Komplexe Themen erfordern die Einbindung vieler und verschiedener Akteure. Diese werden nicht durch eine einzelne Intervention erreicht, sondern im Laufe eines diskursiven Prozesses.

Am Beginn dieses Prozesses steht immer das Kontraktgespräch. Hier werden erste Sondierungen geplant. Diese verschaffen consens und dem Auftraggeber die differenziertere Problemsicht, die sie für die weitere Planung des diskursiven Prozesses benötigen. Durch die Sondierungsgespräche wird in der Regel eine Erwartungshaltung im Umfeld des Auftraggebers und der Befragten erzeugt, so dass ein erstes Gruppengespräch zur Vorstellung der Sondierungsergebnisse fast immer angezeigt ist. Bei dieser Gelegenheit kommt dann auch zur Sprache, wie der Prozess fortgesetzt werden soll.

Ob es angebracht ist, weitere Sichten auf das Problem zu gewinnen und weitere Sondierungen und Beobachtungen anzuschließen. Oder ob der Boden schon dafür bereitet ist, die unterschiedlichen Ansichten und Zukunftsvorstellungen miteinander debattieren zu lassen. Das wird jetzt entschieden.

Bei der Planung dieses Prozesses behält consens die Ziele des Auftraggebers im Blick, legt den Prozess aber so flexibel an, dass neu gewonnene inhaltliche Einsichten auch ein Umsteuern im Vorgehen ermöglichen.

Der diskursive Prozess verkettet und kombiniert alle Methoden und Werkzeuge von consens vom Sondierungsgespräch über die Beobachtung und das Gruppengespräch bis hin zu standardisierten Fragebögen und Audits.